Traditionelle Chinesische Medizin


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    Halte deine Augen offen – oder ein Verhängnis wird sie für dich öffnen

    – Ralf Schmitz

Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) findet auch in Deutschland immer mehr Anhänger. Heilpraktiker und Ärzte, vereinzelt auch Kliniken bieten fernöstliche Heilmethoden an.

TCM beinhaltet mehr als nur exotische Techniken wie Akupunktur, Arzneimittel, Tuina, Tai Chi Chuan und Chi Kung (Qigong). Sie ist ein ganzheitliches Diagnose- und Therapiesystem von eigenständigem Wert.

Im frühen China wurden Ärzte nur solange honoriert, wie ihre Patienten nicht krank wurden. In der effektiven Vorbeugung zeigte sich die wahre Kunst des Behandlers.

Nach dem Shurai, einem 3000 Jahre alten Buch, genoß der Arztphilosoph das höchste Ansehen, weil er die harmonische Ordnung der Welt und des menschlichen Lebens lehrte.

Da auch das Essen primär der Gesunderhaltung diente, folgte der Nahrungsarzt gleich hinter ihm in der sozialen Hierachie.

Der Chirurg und der Allgemeinmediziner, die nur bei schweren Verletzungen und bestimmtem Leiden eingriffen, hatten nachgeordnete Bedeutung.

Die Prävention, also die Vermeidung von Krankheiten, ist heute noch das zentrale Anliegen der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM).

Obwohl sie auch in ihrer Heimat um die Jahrhundertwende zeitweise als rückständig zu werden drohte, folgte unter Mao Tse Tung eine Rückbesinnung auf die eigenen Ursprünge.

Die damals eingeleitete Renaisance hält an und sichert der TCM auch im modernen China einen festen Platz im Therapieangebot.

Über die USA fand die TCM in den vergangenen Jahren den Weg nach Deutschland und wird hier als „alternative“ Heilweise immer beliebter.